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Wieso schmeckt mein Espresso nicht?

FEHLERBEHEBUNG BEI DER ESPRESSOZUBEREITUNG IN DER SIEBTRÄGERMASCHINE

Espresso gehört zu den beliebtestes Art und Weisen einen Kaffee zuzubereiten. Doch nicht jeder Espresso schmeckt gleich gut. Am Ende geht es auch nicht nur um die richtige Bohnen-Auswahl. Diese bilden die Grundlage, sind aber bei weitem nicht alles, worauf es bei einem guten Espresso ankommt. Im folgenden Beitrag sagen wir dir, wie du mit  deiner Siebträgermaschine den optimalen Espresso hinbekommst. Vor allem geht es darum herauszufinden, wieso dein Kaffee bitter oder zu sauer schmeckt.

 

WARUM SCHMECKT MEIN ESPRESSO SAUER?

1.

Der Kaffee wird zu kurz extrahiert. Ein Espresso sollte circa 25 – 30 Sekunden extrahiert werden. Verlängere also ggf. die Extraktionszeit. Die meisten Siebträgermaschinen haben einen eingebauten Timer. Solltest du keinen Timer haben, dann empfehlen wir dir eine Waage mit eingebauter Uhr. 

2.

Der Kaffee ist zu grob gemahlen. Oft sorgt ein zu grober Mahlgrad für einem sauren Espresso. Mahle deinen Kaffee etwas feiner.

3.

Das Brühwasser ist zu kalt. Die optimale Wassertemperatur ist circa 94°C. Nehme hierfür einfach ein Thermometer und messe nach.

4.

Das Verhältnis zwischen Wasser und Kaffeepulver passt nicht. Wenn zu wenig Espressopulver verwendet wird, kann der Espresso sauer schmecken. Wir verwenden zwischen 16 und 18 Gramm für einen doppelten Siebträger. Dies variiert aber von Kaffee zu Kaffee. Am besten probierst du das einfach aus. Benutze hierfür am besten eine Grammwaage. 

5.

Das verwendete Wasser ist zu weich. Der Espresso besteht zu circa 90 % aus Wasser. Daher ist das Wasser ein äußerst wichtiger Faktor. Das Wasser sollte zum einen neutral sein (7ph) und den richtigen Härtefaktor haben (4-9° deutsche Gesamthärte). Es gibt im Internet günstige Teststreifen zu kaufen. Wir empfehlen dir dein Wasser einfach mal zu testen. Ansonsten findest du hier einen guten Überblick über den Härtegrad deines Leitungswassers.

6.

Der Brühdruck ist zu gering. Dieser sollte 9 +/- 1 Bar sein.

7.

Der Kaffee befindet sich zu lange im Bohnenbehälter. Dadurch oxidiert der Kaffee mit Sauerstoff. Fülle zunächst nur die wirklich benötigte Bohnenmenge in den Behälter und entleere ihn am besten am Abend und fülle ihn am Morgen wieder auf. So sind die Bohnen immer frisch und schmecken am besten. Wenn du eine Mühle mit Totraum besitzt, lasse am Morgen immer erst einmal einen Espresso heraus und schütte das Mehl weg. Im Totraum lagert sich gemahlenes Kaffeemehl, welches über Nacht mit Sauerstoff oxidiert. Dieses schmeckt nicht mehr. 

8.

Der Kaffee ist für dich zu hell geröstet. Helle Röstungen, welche besonders von „Third Wave“ Liebhaber getrunken werden sind besonders fruchtig. Dieser Geschmack ist nicht jedermanns Sache. Probiere einfach eine dunklere Röstung aus. Falls du gerne dunklere Rötungen machst, ist unser Mrs President oder unser El Amigo vielleicht etwas für dich. 🙂 

WARUM SCHMECKT MEIN ESPRESSO BITTER?

1.

Die Extraktionszeit ist zu lang. Die optimale Extraktionszeit bei einem Espresso liegt zwischen 25 – 30 Sekunden. Dabei sollte circa die doppelte Milliliter Menge an Espresso als das verwendete Kaffeemehl heraus kommen. Also, wenn du 16 Gramm Kaffeepulver verwendest, sollten in der genannten Zeit circa 32 ml Espresso herauskommen.

2.

Die Bohnen sind zu fein gemahlen. Bei einem zu feinen Mahlgrad ist die Kontaktfläche zwischen Wasser und  Kaffeemehl zu groß, wodurch zu viele Bitterstoffe in den Espresso gelangen.

3.

Die Brühtemperatur ist zu hoch. Die optimale Brühtemperatur ist circa 94°C und sollte 96°C auf keinen Fall übersteigen. Vor jedem  beziehen eines Espressos, solltest du zuerst den Brühkopf flushen. Das bedeutet, einfach Wasser durch den Brühkopf ohne eingesetzten Siebträger laufen zu lassen. Wenn die Maschine steht und nicht benutzt wird, heizt sich das Wasser im Brühkopf auf. Durch das flushen wird die Temperatur wieder reguliert. 

4.

Die verwendest zu viel Kaffeemehl. Verringere am besten mit einer Grammwage nach und nach das Kaffeemehl.

5.

Das verwendete Wasser ist zu hart. Leider ist in Deutschland das Leitungswasser in vielen Regionen zu hart. Mit Hilfe dieser Webseite oder eines Teststreifens  kannst du dich informieren wie hart dein Wasser ist. Es sollte 9° deutsche Gesamthärte nicht übersteigen, denn die gelösten Ionen im Wasser neutralisieren die fruchtigen Säuren im Espresso und lassen ihn bitter schmecken. Abhilfe kann ein Tischfilter oder eine eingebaute Osmoseanlage schaffen.

6.

Der Brühdruck ist zu hoch. Dieser sollte 9 +/- 1 Bar sein.

7.

Der Kaffee war zu lange im eingespannten Siebträger und ist deshalb verbrannt. Spanne den Siebträger immer erst direkt vor dem Aufbrühen ein. Einen verbrannten Espresso erkennst du an einem oder zwei – je nach verwendetem Siebträger – hellen Flecken  in der Crema.

8.

Der Kaffee besteht aus Robusta Bohnen oder hat einen zu großen Anteil an Robusta Bohnen. Diese schmecken von Grund auf würziger als Arabica Bohnen.

9.

Die Mahlscheiben deiner Mühle sind abgenutzt. Dadurch entsteht zu viel Mikromahlgut und so entsteht eine Überextraktion. Dies erkennst du auch wieder an hellen Flecken in der Crema.

10.

Der Kaffee ist schon alt. Achte darauf, deinen Kaffee zügig nach dem Öffnen zu verbrauchen und ihn richtig zu lagern. 

11.

Der Kaffee ist für deinen Geschmack zu dunkel geröstet. Probiere einfach mal eine etwas hellere Röstung aus. Unsere helle Espressoröstungen sind: Abakundakawa und Finca Bremen.

Wir hoffen diese Tipps helfen dir weiter! 🙂 

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